
Kaffeebohnen
Das Wort Kaffeebohne ist im Grunde eine irrtümliche Bezeichnung, denn es handelt sich nicht um eine Bohne, sondern um den Samen der Kaffeepflanze. Die so genannte Steinfrucht der Pflanze ist rot und geformt wie eine ovale Kirsche. Sie enthält zwei Steinkerne, die an einer Seite abgeflacht sind. Man nennt sie auch Flachbohnen. Sie sind die tatsächlichen Kaffeebohnen. Die Perlbohne ist eine Sonderform. Dabei ist einer der beiden Kerne verkümmert und es bildet sich nur ein einziger runder Kern. Maragogypebohnen sind besonders große Bohnen, die ebenfalls nicht abgeflacht sind.
Der Sage nach sollen Hirten schon 900 nach Christus in Äthiopien, in der Region Kaffa, berichtet haben, dass ihre Ziegen von einem Strauch mit roten Beeren und weißen Blüten fraßen und danach nicht schlafen wollten. Auch die Hirten stellten später fest, als sie aus den Blüten einen Aufguss bereiteten, dass sie die ganze Nacht über wach blieben.
Es wird vermutet, dass im 14. Jahrhundert der Kaffee über Sklavenhändler nach Arabien gelangte, wo er schließlich eine Monopolstellung einnahm. Zentrum des Handels war die jemenitische Stadt Mocha, wo der uns heute bekannte, stark säurehaltige Mokka entstanden ist. Das Wort Kaffee leitet sich vom arabischen „qahwa“ und dem türkischen „kahve“ ab. Die Italiener nannten das Getränk schließlich „caffé“ woraus es dann in unseren Sprachgebrauch übernommen wurde.
Obwohl es über vierzig Sorten gibt, ist die Coffea Arabica die bekannteste, da sie weniger Bitterstoffe hat, dafür aber mehr Geschmack. Aus den Kaffeebohnen der widerstandsfähigen Sorte Coffea Robusta, die ebenfalls sehr beliebt ist, wird überwiegend Espresso zubereitet. Das spezielle Verfahren der Espresso-Zubereitung ergibt einen konzentrierten Kaffee mit einem leicht erdigen Aroma, während die Kaffeebohnen des Mokka eher nach Schokolade schmecken und daher oft für Eiscreme, Milchmischgetränke oder Latte macchiato benutzt werden. Der Filterkaffee ist der am häufigsten getrunkene Kaffee weltweit. Instantkaffee oder löslicher Kaffee ist ein getrockneter Kaffeeextrakt. Das Pulver wird einfach nur mit heißem Wasser übergossen.
Geschmack und Aroma der verschiedenen Kaffeegetränke hängen maßgeblich von der Röstung der Kaffeebohnen ab. Je länger man die Bohnen röstet, desto niedriger wird der Säuregehalt und umso dunkler wird das Mehl. Eine dunkle Röstung ergibt einen volleren Geschmack, allerdings lässt das Aroma nach. Um einen guten Kaffee zu kreieren, ist es also wichtig, dass Säure, Coffeingehalt, Körper und Aroma im idealen Gleichgewicht sind.
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